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Sonderausstellung 2013

CREDO -
Der Glaube in der Kunst

10. Mai - 31. Oktober 2013

Sonderausstellung 2013 | Copyright: Medien Manufaktur, Admont

Zum 50. Jahrestag der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils am 11. Oktober 1962 wurde mit Apostolischem Schreiben PORTA FIDEI von Papst Benedikt XVI. das gegenwärtige Kirchenjahr unter das Motto "Jahr des Glaubens" gestellt. Dies ist Anlass für das Diözesanmuseum St. Pölten, dem Thema "Credo - Der Glaube in der Kunst" seine diesjährige Sonderausstellung zu widmen. Das Bekenntnis des Glaubens, in der Liturgie als Credo wesentlicher Bestandteil des Gottesdienstes, gehört zu den Fundamenten des Christentums, das im Laufe der Jahrhunderte in verschiedenen Fassungen textlich ausgestaltet wurde. In seiner elementaren Form als "Apostolisches Glaubensbekenntnis" formuliert es mit seinen zwölf Glaubenssätzen (Credoartikeln) die Grundtatsachen des christlichen Glaubens. Trotz seiner scheinbaren Einfachheit und Kürze gehört das Credo zu den komplexesten Texten überhaupt und ist Gegenstand zahlreicher theologischer Kommentare und Auslegungen. In der Ausstellung im Diözesanmuseum St. Pölten geht es um die Frage, in welcher Form das Glaubensbekenntnis Niederschlag in der bildenden Kunst gefunden hat. Als Grundlage dafür werden - von den biblischen Textquellen ausgehend - anhand der unterschiedlichen historischen Fassungen und Überlieferungen Tradition und Funktion des Credo in der christlichen Lehre und im Kultus vorgestellt. Einen Schwerpunkt dabei bildet die Epoche von Reformation und Gegenreformation, in der bedeutende Zusammenfassungen der Glaubenslehre (Katechismen) formuliert wurden. Deren Inhalte sind im Folgenden auch durch die Kunst veranschaulicht und über die Jahrhunderte verbreitet worden. Da jede künstlerische Befassung mit sakralen Inhalten immer auch eine Beziehung zum Glaubensbekenntnis darstellt, ist eine Kunstgeschichte des Credo, wie sie hier unter Einbezieung zeitgenössischer Formulierungen präsentiert wird, immer auch eine Vorstellung der Möglichkeiten und Grenzen christlicher Kunst.