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Die Stiftsbibliothek

Einblick in die StiftsbibliothekDie Bibliothek befindet sich im Westtrakt des Kreuzganges, durch die Fenster blickt man direkt auf den heutigen Domplatz. Sie besteht aus drei Räumen, einem kleinen in der Mitte und zwei, jeweils dreiachsigen nördlich und südlich davon. Der Bibliotheksausstattung liegt als Programm die Darstellung der vier Fakultäten zugrunde, und zwar sind im nördlichen Raum die Theologie und Philosophie und im südlichen die Medizin und Rechtssprechung dargestellt. Die Bibliothek wurde unter Propst Johann Michael Führer durch Adaptierung von bereits bestehenden Räumen zwischen 1727 und 1739 mit Fresken von Paul Troger und Daniel Gran, mit Bildhauerarbeiten von Peter Widerin und mit Tischlerarbeiten von Hippolyt Nallenburg ausgestattet. Die künstlerische Ausstattung des Südraumes ist, so wie sie 1739 zum Zeitpunkt der Absetzung von Propst Führer (1715-1739) vom Bildhauer und Vergolder abgebrochen wurde, bis heute erhalten geblieben. Dieser Raum steht gleichsam exemplarisch für das große unvollendete Projekt der Barockisierung durch diesen Propst.