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Der Dom

Einblick in den DomSt. Pölten darf mit gutem Recht als geschichtsträchtiger Ort bezeichnet werden. Das gilt bereits für die spätrömische Zeit, als hier der hl. Florian lebte, aber auch für das Frühmittelalter, als mit der Errichtung des ehemaligen Augustiner Chorherrenstiftes St. Pölten das älteste Kloster in Niederösterreich entstand. Bei seiner Aufhebung durch Kaiser Josef II. im Jahre 1784 konnte es auf eine bereits 1000jährige Geschichte zurückblicken. Das damals neu errichtete Bistum hat mit der Übernahme der Klosterkirche (nunmehr Domkirche) und des ehem. Stiftsgebäudes mit seinem recht ansehnlichen Inventar auch ein großes kulturelles Erbe angetreten, das bis heute gepflegt und erhalten wird.

Die heutige Domkirche entstand im 11./12. Jahrhundert - einen Eindruck von ihrem usprünglichen spätromanischen bzw. frühgotischen Aussehen vermittelt noch heute die sogenannte Rosenkranzkapelle im südöstlichen Bereich, die 1646 abgemauert und einer Bruderschaft zur Verfügung gestellt wurde. Aus diesem Grund wurde dieser Raum bei der umfangreichen Barockisierung in den Jahren 1715-1739 nicht berücksichtigt. An der barocken Umgestaltung der damaligen Stiftskirche waren die führenden Künstler dieser Zeit tätig: Jakob Prandtauer und später Josef Munggenast waren für die Bauvorhaben verantwortlich, die malerische Ausstattung stammt im Wesentlichen von Daniel Gran (Seitenaltarbilder) sowie Thomas Friedrich Gedon (Deckenfresken, Hochwandbilder).

Wie zahlreiche Kirchen hat auch die St. Pöltner Domkirche mehrere Patroziniumswechsel erlebt, seit dem Spätmittelalter ist die Kirche der Mariä Himmelfahrt geweiht. Dieses Thema ist auf dem Hochaltarbild (aus dem Jahr 1685) von Tobias Pock eindrucksvoll dargestellt. Anstatt des früheren Tabernakels auf dem Altar wurde bei der Restaurierung zu Beginn der 80er-Jahre ein Reliquienschaugefäß aufgestellt, wo die Kopfreliquien des Heiligen Hippolyt aufbewahrt werden.

Ein umfangreicher Domführer kann im Diözesanmuseum und im Dom selbst erworben werden.