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Out of the dark - Kremser Schmidt. Das Strahlen des Sakralen

Sonderausstellung 2018
Out of the dark - Kremser Schmidt. Das Strahlen des Sakralen

Das 300. Geburtsjubiläum des Kremser Schmidt ist für das Diözesanmuseum St. Pölten Anlass den großen niederösterreichischen Barockmaler mit einer umfassenden Ausstellung zu ehren.

Martin Johann Schmidt wurde in Grafenwörth geboren und in der dortigen Pfarrkirche am 25. September 1718 getauft. Von 1749 bis zu seinem Tod am 28. Juni 1801 wohnte der Künstler in Stein an der Donau und prägte mit seinen zahlreichen Werken die sakrale Kunstlandschaft vor allem der österreichischen Donauländer, indem er viele ihrer Kirchen und Klöster mit seinen Gemälden ausstattete. Gerade die an bedeutenden Stiften reiche Diözese St. Pölten weist in Kirchen, Pfarrhöfen, Klostertrakten und Stiftssammlungen eine enorme Fülle an Altar- und Andachtsbildern, Zeichnungen und Graphiken auf und kann mit gutem Grund als Zentrum seines Schaffens sowohl hinsichtlich seiner Heimat als auch seiner künstlerischen Produktion gelten.

Vor allem seine religiöse Malerei ist von einer tiefen, den Betrachter direkt ansprechenden Unmittelbarkeit charakterisiert, die sich von seinem, in den 40er Jahren des 18. Jahrhunderts einsetzenden Frühwerk an während seiner langen, gut 60-jährigen Schaffenszeit bis zu den letzten Werken ungetrübt erhalten hat. Zeitgenössischen Strömungen und Doktrinen gegenüber weitgehend indifferent und vom Bildungswissen der Metropole unabhängig, war der in seinem Heimatort Stein unermüdlich schaffende Maler durch seine umfangreiche Sammlung von Bildern, Zeichnungen und Stichen dennoch mit den alten Meistern und zeitgenössischen künstlerischen Strömungen weitgehend vertraut.

An Hand von zahlreichen Gemälden, Zeichnungen und Graphiken wird diesen Aspekten Rechnung getragen. Aus räumlichen Gründen werden neben einigen größeren Altarbildern viele im Format kleinere Bildzyklen und Gemälde gezeigt, die zusammen mit den zeichnerischen und druckgraphischen Entwürfen und Bearbeitungen einen repräsentativen Einblick in das vielfältige Schaffen des Kremser Schmidt geben. Für diese Möglichkeit ist den kirchlichen, öffentlichen und privaten Leihgebern sehr zu danken.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit wissenschaftlichen Beiträgen zur Stellung Martin Johann Schmidts im Kontext seiner Zeitgenossen, zu seiner Bedeutung in der niederösterreichischen Sakrallandschaft, zu den Bildinhalten sowie seiner Maltechnik und damit verbundenen konservatorischen Aspekten.

Ausführlichere Informationen zur Ausstellung finden Sie im Ausstellungsfolder - er steht HIER zum Download bereit.

 Hl. Familie, um 1747, Pfarre Krems St. Veit  Orientale ("Der Astronom"), um 1753, OÖ. PrivatsammlungUngläubiger Thomas, 1783, Stift Göttweig

Öffnungszeiten Diözesanmuseum

5. Mai – 31. Oktober 2018
Di – Fr: 9 – 12, 14 – 17 Uhr | Sa: 10 – 13 Uhr
Montag geschlossen
So und Feiertag (nur im Juli und August): 10 – 13 Uhr

Führungen nach Vereinbarung