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Corpus Vitrearum Medii Aevi - Präsentation des 3. Bandes im Diözesanmuseum

Am Mittwoch, 17. Mai 2017, fand im Sommerrefektorium der Diözese St. Pölten eine besondere Buchpräsentation statt: Die Österreichische Akademie der Wissenschaften präsentierte einen weiteren Band des Projektes "Corpus Vitrearum", das alle mittelalterlichen Glasgemälde Österreichs dokumentiert. Die Bestände im Bundesland Niederösterreich sind auf insgesamt drei Bände aufgeteilt, der 3. Band ist das neueste Werk und stellt die Sammlungsbestände Niederösterreichs dar. Auch die Glasgemälde im Diözesanmuseum St. Pölten werden darin aufgearbeitet - die Stephanusscheibe aus der Pfarrkirche Eggenburg ist am Cover des Bandes zu sehen.

In Anwesenheit von zahlreichen Gästen und Rednern - unter ihnen Diözesanbischof DDr. Klaus Küng sowie die Präsidentin des Bundesdenkmalamtes Dr. Barbara Neubauer - wurden Einblicke in die Forschungsarbeit gegeben. Außerdem wurde die Wichtigkeit der Inventarisierung von Kulturgut betont, wobei Glasgemälden als speziell gefährdeter Gattung dabei ein besonderer Stellenwert zukommt. Für Österreich sind bisher die Bestände der Bundesländer Salzburg, Tirol, Vorarlberg erschienen, die Bundesländer Wien und Steiermark sind noch nicht vollständig erfasst. Die Glasgemälde-Bestände Niederösterreich sind mit dem nun vorliegenden Band komplett erfasst.

Das Corpus Vitrearum Medii Aevi (CVMA) ist ein 1952 gegründetes internationales wissenschaftliches Unternehmen, das die Erforschung, Dokumentation und Publikation sowie die Erhaltung der mittelalterlichen Glasmalerei zum Ziel hat. Darüber hinaus werden in jüngerer Zeit in einigen Ländern auch die Glasgemälde der Neuzeit katalogisiert. Die Forschungsergebnisse erscheinen in einer nach einheitlichen Richtlinien gestalteten Publikationsreihe unter Mitwirkung des internationalen Kunsthistorikerkomitees unter dem Patronat des Union Académique Internationale. Die Publikationen der österreichischen Buchreihe werden gemeinsam vom Bundesdenkmalamt und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften herausgegeben.

Das Diözesanmuseum St. Pölten hat die Präsentation des Buches zum Anlass genommen, einige bisher im Depot verwahrte Glasgemälde in die Dauerausstellung zu integrieren - diese können zu den Öffnungszeiten jederzeit besichtigt werden.

 

"1517-1717 Von der Reformation zum Hochbarock. Zur Entstehung der nö. Sakralkunst"
6. Mai - 31. Oktober 2017
Dienstag - Freitag 9-12 Uhr, 14-17 Uhr
Samstag 10-13 Uhr
im Juli und August auch Sonntag und Feiertag 10-13 Uhr