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Kunstwerk der Woche: Taufe Jesu

Kremser Schmidt: "Taufe Christi"
1750/52, Öl auf Leinwand

Ein Höhepunkt der aktuellen Sonderausstellung „Kirche und K… - Sakrale Ausstattungen zwischen Kult und Kunst“ ist das monumentale Gemälde der „Taufe Jesu“ des Kremser Schmidt, ein ehemaliges Altargemälde der Pfarrkirche Stein an der Donau.

Das von andachtsvollem Pathos getragene Bild zeigt als zentrale Gruppe das Taufgeschehen, das von Engeln, einem alten Mann und einer Frau mit Kind umringt wird. Die gedrängten großen Figuren und deren Körperlichkeit sowie die für den Maler typische effektvolle Licht- und Schattenführung wird durch die in einer strahlenden Lichtzone schwebenden Taube noch zusätzlich akzentuiert.

Martin Johann Schmidt (1718–1801), genannt „Kremser Schmidt“, schuf dieses monumentale Altargemälde 1750/52 für die Pfarrkirche seiner Heimatstadt Stein, ursprünglich befand es sich dort auf einem Seitenaltar.

Bei der Regotisierung der Steiner Kirche in den Jahren 1901–1910 wurde fast die gesamte Barockeinrichtung veräußert. Der St. Pöltner Bischof Johann Baptist Rössler (reg. 1894–1927) kaufte aus diesem Bestand am 4. November 1904 die „Taufe Christi“ und stellte sie der Kapelle des damals errichteten Priesterseminars in Melk zur Verfügung. Nach Verkauf des Priesterseminares 2015 übernahm das Diözesanmuseum das Bild zur vorübergehenden Aufbewahrung. Eine Rückführung an seinen ursprünglichen Bestimmungsort – in die Pfarrkirche Stein – wäre sinnvoll.

Die Ausstellung "Kirche und K... - Sakrale Ausstattungen zwischen Kult und Kunst" ist noch bis 29. Oktober 2016 geöffnet.
Öffnungszeiten: DI-FR 9-12 Uhr, 14-17 Uhr, SA 10-13 Uhr