Banner Diözesanmuseum
Familienausflug Krippenausstellung
Moelk_Ausschnitt
Krippe Ebensee
Ebenseer Landschaftskrippe
Bibliothek Nordraum
Paramentenraum2
Museumsfuehrung_Schueler
 
 

Kunstwerk der Woche: Heiliger Gotthard

Holzskulptur des hl. Gotthard, 16. Jahrhundert

Die Statue des heiligen Gotthard gehört zu jenen Stücken, die bereits bald nach der Gründung im Jahr 1888 ins Diözesanmuseum gelangten – sie ist im ersten Museumsinventar aus dem Jahr 1893 erwähnt. Die Skulptur stammt ursprünglich aus der Pfarre St. Gotthard im Texingtal.

Die Figur gehört in den typologischen Zusammenhang der hl. Bischofstatuen. Der großzügig geschwungene, geschlossene Figurenumriss, innerhalb dessen die Oberfläche durch bewegtes, vielfältig geknicktes und zerknittertes Faltenspiel des Gewandes aufgelockert und belebt wird, der gegenüber älteren Beispielen wuchtige, massige Körperblock mit dem breiten Gesicht weisen die Arbeit in das beginnende 16. Jahrhundert.

Der heilige Gotthard (960–1038) wurde im Benediktinerkloster Niederaltaich erzogen, dem er später auch als Abt vorstand. Ehe er 1022 Bischof von Hildesheim wurde, zeichnete sich Gotthard als konsequenter Reformer zahlreicher bayerischer Klöster aus. Der heilige Gotthard wurde vor allem im Mittelalter hoch verehrt. Er gilt als der Patron der Maurer und wird auch bei Gicht, Rheumatismus und Kinderkrankheiten angerufen. Sein Gedenktag ist der 5. Mai.